Samstag, 1.Juli 2017

16.Gornergrat Zermatt Marathon (Ultra)


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Als größte Herausforderung für 2017 steht der 16.Gornergrat Zermatt Marathon auf dem Plan. Die Standard Marathonvariante über 42,195km rauf zum Riffelberg auf 2585m reicht ja nicht. Da muß es schon der Ultra über 45,595km bis zum Gornergrat auf 3089m sein! Bei der Anmeldung vor fast einem Jahr war dieses Thema überhaupt keine Frage. Logo Ultra! was sonst! Volles Programm! Wie immer! - Und jetzt?

Großes Gejammer ist angesagt. Die Beine wollen kaum noch, ich bin völligst ausgepumpt. Bereits 30 Minuten mußte ich einbüßen auf die klassische Marathon Distanz, verglichen mit den Werten aus 2015. Zu aller unfitness kommen jetzt auch noch Knieschmerzen hinzu. Eine alte Geschichte, die ich eigentlich schon nicht mehr auf dem Schirm hatte. Hilft nichts, jetzt gilt's! Das Ding muß vernünftig gefinisht werden! Ein einziger Testlauf im Odenwald, über nicht mal 300 lächerliche Höhenmeter, 1 Woche vor dem Gornergrat Marathon ist mehr als erschreckend!

Jörg, ein Kumpel aus dem Ort tut sich diesen krassen Film auch an. Damit alles halbwegs planmäßig abläuft, werden die Details 2 Tage vor Abreise im "Bier-Hof" der Ortskneipe besprochen. Nach 1 Stunde und 3 Weizen im Kopf ist alles geklärt. Selbstversorgung wird rigoros durchgezogen, um den Schweizer Preisen für mickrige Essportionen entgegenzuwirken. Dafür muß ich einiges mitschleppen! Der große Reiskocher, Teller, Besteck, Nudeln, Quinoa und Reis. Die frischen Zutaten werden dann vor Ort gekauft. So muß es klappen!


Kurzversion:

Nach reduziertem Training, bedingt durch extreme Ermüdung und Knieschmerzen, läuft es im ersten noch lockeren Abschnitt von St. Niklaus nach Zermatt recht gut. Dann aber folgt der lange Anstieg hinauf zum Sunnegga. Hier sind bereits einige Kilometer nur noch im Gehen zu bewältigen. Mit einer Zeit von über 3:30 bei KM32,2 (Sunnegga) ist für mich das Ziel Sub 6 Stunden eigentlich schon abgehakt. Der relativ flache Teil zur Riffelalp (KM39) läßt aber wieder Zuversicht aufkommen. Doch was dann kommt, übersteigt meine kühnsten Erwartungen. Größtenteils extreme Gebirgspfade, teilweise im Geröll bringen die Teilnehmer an die Leistungsgrenzen. Für mich als Ultra Teilnehmer sind das noch mal 900hm, auf etwas mehr als 6km Laufstrecke. Mit dem letzten Tropfen wird nach 5:57:30 das Ziel auf dem Gornergrat erreicht. Überglücklich und mehr als zufrieden, ist es mir dann in auch egal, dass das Matterhorn komplett in den Wolken verschwunden ist.


Freitag:

Mal wieder früh aufstehen, für einen Marathontrip. Die Bahnverbindung mit diversen Umstiegen ist knapp bemessen. Da darf im Zeitplan nichts schiefgehen. Schließlich müssen die Startunterlagen noch abgeholt werden und viele weitere Dinge geregelt sein. Alle Sorgen sind umsonst. Alles läuft wie am Schnürchen. Noch vor der Ankunft in Zermatt legen wir einen Zwischenstopp im 20km entfernten St.Niklaus ein. Dort befindet sich das Marathonzentrum und auch der Start für den Marathon bzw. Ultramarathon wird morgen früh hier erfolgen.


Na klar, Merchandising ist alles. Der Kram ist sündhaft teuer!
Na klar, Merchandising ist alles. Der Kram ist sündhaft teuer!
Alles geschnallt Jörg? Nochmal genau die Erklärung wie es morgen abläuft!
Alles geschnallt Jörg? Nochmal genau die Erklärung wie es morgen abläuft!

Der Edelhelfer überreicht mir meine Startnummer
Der Edelhelfer überreicht mir meine Startnummer
Mehr Matterhorn gibt es für heute nicht mehr!
Mehr Matterhorn gibt es für heute nicht mehr!

Wir sind so früh in der Unterkunft, dass wir noch nicht mal einchecken können! Also hauen wir erst mal den Pastaparty Gutschein auf den Kopf. Danach wird das Nötigste eingekauft. Beim Auskundschaften von Zermatt zeigt sich sofort, dass es sich bei diesem Ort wohl um einen der teuersten Touristenplätze diese Erde handelt! Über die Kugel Eis zu 3,50SF bzw. € haben wir noch gelacht. Aber beim Anblick einer ganz normalen Speisekarte, stockt uns schier der Atem! Die günstigste Wahl: eine Pizza Margarita für 22SF~22€, dazu ein grüner Salat für 11€. Zum Trinken ein Weizen Bier für 8€, das macht dann zusammen 41€. Und davon wird kein Mensch, und schon gar nicht ein Marathonläufer, am Abend vor dem Marathon satt!

Aber nicht mit den beiden "Erweller" Marathon Buben. Die Jungs aus dem ebenso berühmten Erfelden am Altrhein sind keine Amateure! Wir haben den Reiskocher mit der Grundverpflegung für die nächsten 3 Tage dabei! Nur das Gemüse und die Biere müssen vor Ort, zu etwas erhöhten Preisen gekauft werden! Außerdem gibt es bei uns quasi "all you can eat" anstatt lächerlicher "Probierhäppchen".

Noch nicht mal 18Uhr und schon alles abgeregelt! Die Zimmer sind bezogen. Der Läuferbeutel für den Marathon ist auch schon gepackt. Das läuft alles zu rund. Irgend ein Hammer kommt bestimmt noch......Auf jeden Fall haben wir uns ein Weizen mit Matterhornblick verdient. Das sieht man sehr gut, direkt im Hof vor dem Youth Hostel Zermatt. Nach dem Bier kommt der Reiskocher zum Einsatz. Wir werden 500gramm Spaghetti darin kochen! Ja, das geht! Hab ich extra noch unter der Woche getestet! Dauert ein bisschen länger als im Topf, aber unterm Strich läuft das. Noch nicht mal die seltsame Schweizer Norm für Elektrosteckdosen kann uns stoppen! Wir haben uns vorher erkundigt, und den entsprechenden Adapter dafür besorgt!

Das Karboloading für den Ultramarathon ist übererfüllt! Papp satt für ganz kleines Geld. Da staunen die anderen Gäste nicht schlecht! Denn die müssen 17,50€ für Ihre Portion Nudeln aus der Hostelküche abdrücken! Zum Ausklang nochmal 1-2 Weizen, dann klappt das auch mit dem einschlafen!


Was machen wir nur bis um 4 Uhr. Klar! Der Gutschein für die Pasta Party!
Was machen wir nur bis um 4 Uhr. Klar! Der Gutschein für die Pasta Party!
Nix da! Nur die kostenlose Pasta! Kein Getränk für 4Euro extra!
Nix da! Nur die kostenlose Pasta! Kein Getränk für 4€ extra!

Die haben's echt drauf! In nicht mal einer Minute sind die Nudeln fix und fertig!
Die haben's echt drauf! In nicht mal einer Minute sind die Nudeln fix und fertig!
Gar nicht mal so übel! Das hätte ich nicht erwartet! Auch ordentlich voll der Teller. Für lau, nehm ich das gerne! Reicht natürlich nicht.....
Gar nicht mal so übel! Das hätte ich nicht erwartet! Auch ordentlich voll der Teller. Für lau, nehm ich das gerne! Reicht natürlich nicht......

Die Kirche von Zermatt im Zentrum des Ortes.
Die Kirche von Zermatt im Zentrum des Ortes.
Das hat man extra erhalten! Historische Gebäude zwischen abgeregelten Touristenkomplexen!
Das hat man extra erhalten! Historische Gebäude zwischen abgeregelten Touristenkomplexen!

Mehrere Stolpersteine erinnern an berühmte Bergsteiger. Hier wohl der bekannteste Edward Whymper Erstbesteiger des Matterhorns
Mehrere Stolpersteine erinnern an berühmte Bergsteiger. Hier wohl der bekannteste Edward Whymper Erstbesteiger des Matterhorns
Ham' die den Arsch offen??? 22SF für eine Pizza Margerita
Ham' die den Arsch offen??? 22SF für eine Pizza Margerita

Das trinkt man hier! Zermatt Bier. Sogar in Pfandflaschen. Immerhin!
Das trinkt man hier! Zermatt Bier. Sogar in Pfandflaschen. Immerhin!
Alles abgeregelt. Startnummer, Unterkunft, Pastaparty und den Einkauf. Jetzt entspannen!
Alles abgeregelt. Startnummer, Unterkunft, Pastaparty und den Einkauf. Jetzt entspannen!

Erst mal ein Weizen, darauf dass alles so gut geklappt hat!
Erst mal ein Weizen, darauf dass alles so gut geklappt hat!
Nudeln im Reiskocher? Geht das überhaupt? Allgemeines staunen und Verwunderung.
Nudeln im Reiskocher? Geht das überhaupt? Allgemeines staunen und Verwunderung

Logisch geht das! Hab ich doch extra getestet noch am Mittwochabend!
Logisch geht das! Hab ich doch extra getestet noch am Mittwochabend!
Und schmecken tut's auch! Fast schon alles verputzt! 500g Spaghetti in klein gehackten Tomatenstücke, Zwiebel und Knoblauch für 2 Läufer.
Und schmecken tut's auch! Fast schon alles verputzt! 500g Spaghetti in Tomaten/Zwiebel/Knoblauchsoße für 2 Läufer.

Samstag:

Wer früh schläft, wacht auch ohne Probleme um 5 Uhr in der Früh auf! Fast 6 Stunden Schlaf gehabt! Das sind mal locker 2 mehr als unter der Woche! Das ist für meine Verhältnisse die pure Erholung, verglichen mit den schlaflosen Nächten der letzten Monate! Jörg macht mir den Eindruck, als könnte er noch etwas länger pennen. Aber wir müssen den Plan einhalten und unser eigenes Frühstück um spätestens 5:30Uhr beginnen. Das Hostelfrühstück wird erst ab 6Uhr serviert. Zu spät, für einen Marathonstart um 8:38Uhr. Der Bahn-Pendelverkehr zum Startplatz ins 20km entfernten St.Niklaus muß ja auch mit eingerechnet werden! Wenigstens ist die Kaffeemaschine vom Hostel freigegeben. Honig + Marmelade steht auch schon da! Das Müsli und Joghurt gibt es etwas später dazu.

Optimal gesättigt und mit guter Laune geht es um kurz vor 7Uhr mit dem Pendelzug zum Marathonstart nach St.Niklaus. Nur das Knie macht mir wirklich Sorgen. Das läuft nicht rund. Leichte Schmerzen gibt es beim anwinkeln und im Sitzen. Ein Kinesiotape zur Stabilisierung drüber, mehr kann ich hier sowieso nicht machen! Das nächste Problem hat jeder Teilnehmer. Die richtige Wahl der Laufklamotten. Ganz schwer auszumachen. Wir haben aktuell 11°C, es soll heute nicht regnen. Aber wie ist das später auf 3000m Höhe und 45km in den Knochen? Da frieren wir uns den Arsch ab! Es gibt nur den Kompromiss mit Laufshirt und dünnem Langarmshirt drunter. Kurze Hose ist ja sowieso klar. 2 Buff Tücher für Hals und Kopf kann man Notfalls um das Handgelenk wickeln. Riegel oder Gel braucht man nicht mitschleppen. Das wird lt. Ausschreibung vom Sponsor Powerbar, alle paar Kilometer reichhaltig zur Verfügung gestellt. Das Startgelände und auch die Kleiderabgabe sind klar strukturiert. Kaum Hektik oder Gedrängel. Ja man hätte ganz locker noch heute Morgen seine Unterlagen holen können. Ich fackel' jetzt nicht mehr lange rum. Weg mit dem Beutel und rein in den Block!


Ein Glück haben wir uns noch so ne Art Brötchen gekauft. Das Brot im Youth Hostel ist Müll! Total weich und fluffig (American Style)
Ein Glück haben wir uns noch so ne Art Brötchen gekauft. Das Brot im Youth Hostel ist Müll! Total weich und fluffig (American Style)
Jörg ist super gelaunt. Der wird den Gornergrat Ultra ganz locker abregeln!
Jörg ist super gelaunt. Der wird den Gornergrat Ultra ganz locker abregeln!

Daumen hoch nur fürs Foto. Ich bin platt, müde und habe Knieschmerzen!
Daumen hoch nur fürs Foto. Ich bin platt, müde und habe Knieschmerzen!
Ankunft mit dem Sonderzug in St.Niklaus. Abmarsch zum Start!
Ankunft mit dem Sonderzug in St.Niklaus. Abmarsch zum Start!

Da steht's nochmal klipp und klar: Ultra-Marathon 2458m Steigung / 444m Gefälle - na Prost Mahlzeit!
Da steht's nochmal klipp und klar: Ultra-Marathon 2458m Steigung / 444m Gefälle - na Prost Mahlzeit!
kein großes Gedöns mit den Kleiderbeuteln. Alles ohne Hektik und Gedrängel. Dennoch absolut professionell
kein großes Gedöns mit den Kleiderbeuteln. Alles ohne Hektik und Gedrängel. Dennoch absolut professionell

Jörg ist Immer noch gut drauf so kurz vorm Start
Jörg ist Immer noch gut drauf so kurz vorm Start
So geht's jetzt auf die Strecke. Langarmshirt, Laufshirt drüber, Hose kurz, 2xBuff, Schuhe Asics Cumulus 17 (bestens bewährt bei: Rennsteig, Biel, Siebengebirge, Koberstädter Wald und Night 52)
So geht's jetzt auf die Strecke. Langarmshirt, Laufshirt drüber, Hose kurz, 2xBuff, Schuhe Asics Cumulus 17 (bestens bewährt bei: Rennsteig, Biel, Siebengebirge, Koberstädter Wald und Night 52)

Die Elite startet pünktlich um 8:30Uhr. Für uns geht es 8 Minuten später auf die Strecke. Marathon, Ultra und die Staffeln starten gleichzeitig. Die Halbmarathonies werden zeitversetzt um 10:15Uhr von Zermatt aus ins Rennen gehen. Dass es sich bei dem Gornergrat Zermatt Marathon mit zusätzlichen 3,5km obendrauf nicht um einen normalen Marathon handelt war klar. Entsprechend verhalten laufe ich den ersten Kilometer in St. Niklaus. Noch im Ort gibt es bereits heftige Anstiege, die für den Rest der Strecke weitaus schlimmeres erahnen lassen.

KM1 in 7:30min gelaufen und der erste steile Trampelpfad am Berg steht auch schon an. Nacheinander geht es im Gang hinauf. Überholen ist hier unmöglich! Da weist du gleich Bescheid! Die Prognose den HM Durchlauf in Zermatt nach 2 Stunden zu erreichen, können wir gleich mal alle knicken! Die Strecke normalisiert sich wieder zum Wald und Feldweg. Ganz leicht ansteigend aber gut zu laufen.

Na das war ja zu erwarten! Ich erkenne Ralf Klink aus meinen Nachbarort im Läuferfeld! Mit der Erfahrung von fast 500 gelaufen Marathons bzw. Ultras warnt er mich vor diesem Marathon! Trotzdem ich bleib dabei. 10km in einer Stunde für den ersten Abschnitt nach Zermatt, sollte die realistische Vorgabe sein. Es haut nicht ganz hin. 1:00:18 beim 10KM Marker in Randa. Zwei etwas längere aber immer noch zu laufende Anstiege nach KM3 und KM8 haben weiter das Tempo gedrückt.

Der erste größere Versorgungspunkt in Randa hält was die Ausschreibung verspricht. Neben Wasser und Iso gibt es Bananen, sowie Gel und Riegel von Powerbar. Sehr gut, da hatte ich ja schon in Biel gestaunt, was da alles aufgefahren wird. Da kann man sich also in der Schweiz scheinbar drauf verlassen. Wasser rein, Riegel geschnappt für den Abschnitt nach Zermatt.

Es wird warm, das Langarmshirt ist längst überflüssig, kann ich jetzt aber nicht ändern. Es wird mir später in der Höhe sicher noch gute Dienste erweisen. Der Hals-Buff kommt ums Handgelenk. Das läuft jetzt echt besser, meine Anfangsmüdigkeit ist raus. Man muß auch zugeben, dass die Strecke bis KM16 nach Täsch kaum ansteigt! Einen ordentlichen 5:20'er Schnitt kann ich hier laufen.

Auf den nächsten beiden Kilometern werden 100HM überwunden. So langsam geht es los. Anfangs noch alles machbar, auch wenn hier schon einige teilweise gehen. Doch nach der Überquerung der Mattervispa über eine typisch schweizerische Holzbrücke, wird die Strecke zum steilen Trail. Einer nach dem anderen schleppt sich hier den Berg rauf. Überholen geht nicht mehr! So wechselt die Strecke jetzt immer häufiger von Wald/Bergweg auf schmale Trails. Mit der Ankunft in Zermatt ändert sich das wieder. Befestigte Wege und genug Platz zum laufen. KM20 am Ortseingang kann ich tatsächlich nach genau 2 Stunden abdrücken! Voll im Plan! Wer hätte das gedacht!

Die Stimmung in Zermatt ist top! Der Kurs führt zunächst durch die Bahnhofsstraße. Quasi die Hauptschlagader und Flaniermeile. Dann geht es über eine Pendelstrecke kurz aus dem Ort heraus. Auf dem Rückweg kommt mir Jörg entgegen. Ich bin ca.10min vor Ihm. Läuft doch gut für uns beide! Auf komm' Jörg, 2.Abschnitt! Zurück in Zermatt laufen wir auf der Fluss Promenade der Mattervispa weiter. Bis KM24, alles noch schön ohne größere Anstiege. Aber dann geht es los! Der lange Anstieg rauf zur Sunnegga! Im Ort kann man das noch laufen. Doch spätestens als die letzten Häuser von Zermatt bei km25 passiert sind, geht jeder erstmal!


Top Stimmung in Zermatt. Alles aufsaugen was geht. In ein paar Kilometern haben wir nichts mehr zu lachen!
Top Stimmung in Zermatt. Alles aufsaugen was geht. In ein paar Kilometern haben wir nichts mehr zu lachen!
Ein ganzes Stück folgt die Strecke durch Zermatt neben der Mattervispa entlang.
Ein ganzes Stück folgt die Strecke durch Zermatt neben der Mattervispa entlang.

Der Kurs schlängelt sich den Forstweg durch den Wald hinauf. Die steilen Passengen werden gegangen. Sobald es etwas weniger Steigung gibt, versuche ich diesen Abschnitt zu laufen. Mit dieser Taktik kommt man voran! Einen nach dem anderen lasse ich stehen! Und das mit einem Schnitt von über 10min/km! Selbst das kostet Kraft ohne Ende! Jetzt wird mir klar, was die Ried Läuferikone Ralf Klink mir noch bei KM6 erzählt hatte....."rechne mal mit 7-8 Stunden für den Ultra!" Und ich dachte noch, was labert der da! Der hat durchaus Recht!

Wie befürchte, ich verliere extrem an Zeit. KM30 nach 3:21 passiert und immer noch knapp 2km mit Anstieg bis zur Sunnegga (2280m)! Die Hütten kann man schon erkennen. Dahin eine ewig lange Karawane von Läufer/innen. Endlich die Kuppe mit dem Sunnegga VP bei KM31,7 ist erreicht. Gel geschnappt, Bananenstück mit Wasser rein und gleich weiter im angenehmen leichten Gefälle zum "Leisesee". Hier befindet sich im Winter der (Ski) "Wolli-AnfängerPark". Die Strecke wird zum Einspur-Trail. Aber wenigstens halbwegs eben zum Verschnaufen. Normalerweise sollte uns jetzt eine ganze Weile der Anblick vom Matterhorn erfreuen. Aber wie so oft, ist der angeblich schönste Berg der Welt, in den Wolken verschwunden!

Bis auf einen kleinen steileren Abschnitt läßt sich dieses Teilstück tatsächlich bis zur Riffelalp KM39 laufen. Nur die Streckenbeschaffenheit wird immer kritischer. Steine, Felsen, Wurzeln, Geröll und Single Trails erfordern höchste Konzentration sonst fliegt man. Nicht einfach wenn die Beine schon kaum mehr wollen. Mein Blick geht jedenfalls nur noch auf den Boden! Das bekannte spiegelnde Matterhorn Panorama am Grünsee fällt heute sowieso aus! Trotzdem komme ich gut voran! Ewig kann das ja nicht so weitergehen. Es muß ja bald hochgehen! Schneller als gedacht, taucht vor mir die Haltestelle Riffelalp (2211m) der Gornergrat Bahn auf. Also haben wir noch gut 500m bis KM39,1 zum VP Riffelalp. Diese werden direkt neben den Gleisen der Zahnradbahn gelaufen. Das ist schon ganz schön knackig! Aber alles ein Witz gegen das, was wir beim Abzweig an der Riffelalp vor uns sehen! Mir bleibt fast die Banane im Hals stecken! Da sind einige kurz davor alles hinzuschmeißen, obwohl es nur 3,1km bzw. 6,5km (Ultra) bis ins Ziel sind.


KM 32. Der lange Anstieg zur Sunnegga ist abgehakt. Jetzt sollte es bis zur Riffelalp KM39 wieder einfacher werden
KM 32. Der lange Anstieg zur Sunnegga ist abgehakt. Jetzt sollte es bis zur Riffelalp KM39 wieder einfacher werden
Haltestelle Riffelalp. Nur noch ein paar hundert Meter, dann zeigt sich die Strecke von seiner übelsten Seite!
Haltestelle Riffelalp. Nur noch ein paar hundert Meter, dann zeigt sich die Strecke von seiner übelsten Seite!

Diese letzten Kilometer hauen alles bisher Dagewesene weg. Wovor im Vorfeld gewarnt wurde, trifft hier genau zu. Das sind keine Übertreibungen oder Läufermärchen. Da schlängelt sich die Strecke gnadenlos den Berg rauf. Nach ca. 1,4km geht es parallel zur Gornergrat Bahn weiter. Da ist überhaupt kein Stück zum verschnaufen mit drin! Jetzt war ich so gut dran, KM39 nach 4 Stunden 27 Minuten abgedrückt. Das ließ Spielraum für eine mögliche Sub 6 Stunden. 5,5km mit 900hm in 1,5 Stunden das wird hier wohl nix mehr!

Reiß dich zusammen! Auf weiter! Was soll das jetzt! Alles versuchen, egal wie! Auf geht's! Rauf zum Gornergrat! Mit 'nem bisschen Einsatz und vor allem Willen, finden sich selbst hier noch ein paar Passagen zum laufen. Der KM40 Marker! Jetzt bin ich gespannt! 12:19min für 1km/127hm! Das geht noch schlechter! 15:31min für km41 mit 173hm! Immerhin, der Riffelberg mit dem Marathonziel liegt vor mir. Die Zuschauer feuern an und schreien auf die Läufer ein. Los! Du hast es gleich geschafft! So ein Blödsinn! Gar nix hab ich gepackt. Für mich sind es noch über 4km! Schöne Idee, mit den Schweizer Flaggen rechts und links der Strecke. Die Marathonies bekommen das volle Finisher Programm! Die haben schon ein Grinsen im Gesicht. Bei mir gibt's nur den blanken Hass für diese faulen Säcke, welche jetzt an der Ultra Weiche in den Zielkanal einbiegen! Nein Quatsch! Respekt vor allen, welche das Marathonziel auf dem Riffelberg erreichen! Schon bis hier her ist es eine gnadenlose Tortour!


Da liegt Sie die Riffelalp. Total krass die Strecke ab KM39. Hier läuft so gut wie nix mehr, bzw. geht nur noch
Da liegt Sie die Riffelalp. Total krass die Strecke ab KM39. Hier läuft so gut wie nix mehr, bzw. geht nur noch
neben der Gornergrat Bahn führt der Kurs
neben der Gornergrat Bahn führt der Kurs

Da wird mir's ganz anders bei Anblick der letzten Kilometer vor dem Riffelberg
Da wird mir's ganz anders bei Anblick der letzten Kilometer vor dem Riffelberg
Das Marathonziel auf der Rifflelberg 2582m ist noch längst nicht mein finales Ziel
Das Marathonziel auf der Riffelberg 2582m ist noch längst nicht mein finales Ziel

Auf einen Schlag ist weit mehr als die Hälfte der Teilnehmer weg! Das ist auch gut so, denn ab jetzt gibt es fast nur noch Gebirgspfade. KM42, der Forerunner zeigt über 5h10min! Wenn ich weiterhin 15min auf jedem weiteren Kilometer brauche, dann reicht das niemals für Sub 6! Ich muß jede Gelegenheit zum laufen nutzen! Dranbleiben, die letzten Körner mobilisieren!

Nochmal was einfahren am VP. Ich werde noch länger unterwegs sein, als mir recht ist. Wieder ist so eine extreme Kuppe zu überwinden. Das zermürbt immer mehr. Dafür jetzt ein Stück zum laufen! Single Trail, aber fast eben! Auf! Nochmal alles aus den schweren Beinen rausholen! Vielleicht reicht es ja doch am Ende! Lange kann man nicht laufen, denn schon ist der nächste Anstieg vor der Nase. Immerhin, wieder ein Stück vorangekommen. Sogar Schafe gibt es hier oben noch an der Strecke. Keine Ahnung was die von uns denken! Marker KM43. 11:58min/km, gesamt 5:22:11! Noch gut 37 Minuten für läppische 2,5 km! Das muß doch reichen, auch wenn fast nur noch "kletter" Passagen kommen. Nicht stehenbleiben, immer weiterlaufen bzw. gehen! Manchmal fehlt einfach die Kraft für den direkten kurzen Weg! Dann geht es halt über einen einfacheren, aber längeren Ausweichpfad nach oben.

Nun werden sogar schon die halben Kilometer angezeigt! Mir ist es ein Rätsel wie das angeschlagene Knie das alles mitmacht! Ich merke nur ab und an leichte Schmerzen. Das hatte ich am Start anders erwartet. KM44 ist durch und 5:36:16 meine Zeit. Das lasse ich mir jetzt nicht mehr nehmen. Konzentriert weiter! Meter um Meter, die blanke Quälerei nach oben. Auf, das geht noch! In 23 Minuten muß das Ding durch sein! Sogar einen kompletten VP hat man nochmal kurz nach KM44 eingerichtet. Und der ist gut besucht! Auf jeden Fall noch mal Wasser nachschütten. Nicht stehen bleiben, sofort weiter mit dem Becher in der Hand! Ich muß das Hirn ausschalten! Wer jetzt länger stehen bleibt, kommt nicht mehr vom Fleck!

Das läuft nur noch mechanisch ab. Da muß doch jetzt bald mal der Gornergrat zu sehen sein. Stattdessen gibt's das KM44,5 Schild. Also noch 1km! Zusammenreißen! Der Triumpf ist zum greifen Nahe! Wäre ich gestern noch froh gewesen, hier einfach nur im Limit durchzukommen, will ich jetzt die Sub 6 um jeden Preis! Der Felshügel ist erklommen. Freie Sicht zum Gornergrat! Noch einmal können wir sogar ein Stück auf einer Geröllpiste laufen! Dann geht es wieder steil nach oben. Ein Helfer weist mir den Weg. "Gleich geschafft!" sagt er! Ich frage nur: "reichen 5 Minuten bis zum Ziel?" Da meint er doch: "wichtig ist doch nur, daß man ankommt!" Was für ein Spruch! Na das brauch ich jetzt! Also werden 5 Minuten nicht reichen! Nix da, ich pack das! Noch ein Stück zum laufen. Wirklich der letzte Tropfen wird investiert! Wie verbissen hab ich das Gebäude auf dem Gornergrat anfixiert! Was will der? Das reicht doch locker? Oder kommt da noch eine extra Schleife, die man noch nicht sieht? Noch ein letzter Berganstieg, weiter die Treppenbrücke über die Zahnradbahn. 5:57 auf der Uhr! Keine extra Schleife, der Zielbogen kommt. Noch ein paar Meter! Wie geil ist das denn? Ich hab es gepackt! 5:57:30. Da werden 3-4 Weizen heute Abend nicht reichen um das zu feiern!


Der Abschnitt KM42-45 sieht zum größten Teil so aus. Mit laufen ist da kaum mehr was zu wollen
Der Abschnitt KM42-45 sieht zum größten Teil so aus. Mit laufen ist da kaum mehr was zu wollen
Den Gornergrat vor Augen, die Zeit läuft davon. Irgendwie muß ich da unter 6 Stunden ankommen!
Den Gornergrat vor Augen, die Zeit läuft davon. Irgendwie muß ich da unter 6 Stunden ankommen!

Nach 5:57:30 ist es gepackt! Das Ultra Ziel auf dem Gornergrat. 3089m hoch gelegen.
Nach 5:57:30 ist es gepackt! Das Ultra Ziel auf dem Gornergrat. 3089m hoch gelegen.
Erst auf dem Riffelberg (Marathonziel) bekommt man seinen Kleiderbeutel wieder. Erst mal ein spontanes Foto mit einem ebenfalls zufriedenen Marathonfinisher!
Erst auf dem Riffelberg (Marathonziel) bekommt man seinen Kleiderbeutel wieder. Erst mal ein spontanes Foto mit einem ebenfalls zufriedenen Marathonfinisher!

Schnell eine Wärmetüte umgehängt und rein ins Gebäude. Hier auf fast 3100m Höhe ist es arschkalt mit ca. 2°C und ganz feinem Schnee. Die Zielverpflegung hier oben gibt sowieso kaum was her. Nur Bananen, keine Äpfel und ganz versteckt ein paar Dosen alkfreies Weizen. Weder das Matterhorn, noch das Monte Rosa Massiv ist zu sehen. Mein Kleiderbeutel ist 500 Höhenmeter weiter unten auf dem Riffelberg deponiert. Jörg wird bestimmt noch ein bisschen brauchen. Ich sehe keinen Grund hier oben noch länger auszuharren. Das begehrte Finisher Shirt mit dem "U" für Ultra hintendrauf nicht vergessen und dann schnell in die Zahnradbahn nach unten!

Auf dem Riffelberg kommen immer noch zahlreich die Marathonläufer ins Ziel. Gleich daneben erfolgt die Ausgabe der Starterbeutel. Zum Glück hat es nicht geregnet, denn die Beutel liegen im Freien! Geduscht wird in einem großen Zelt. Erstaunlich wie viel Platz darin ist und noch besser: die Duschen sind sogar warm! Ich will gerade zum Zelt Ausgang, da kommt Jörg zum Duschen. Na super, er hat es auch gepackt! In 6:43:27 ist das eine sehr ordentliche Leistung. Mit der nächsten Bahn, verschwinden wir von hier oben. Aus der Bahn raus kann man nochmal ein paar Streckenabschnitte an sich vorbeiziehen lassen. Das war alles andere als einfach! Aber jetzt ist es durch! In Zermatt kaufen wir gleich noch ein paar Biere, bisschen Gemüse und dann wird der Rest vom Tag nur noch relaxed, gefeiert abgehuft und gefressen!


Auf den Erfolg ganz stilecht ein Zermatt Bier
Auf den Erfolg ganz stilecht ein Zermatt Bier
Sehr geil, der Kocher voll Quinoa mit Paprika. Damit wird der Kohlenhydratspeicher wieder gefüllt.
Sehr geil, der Kocher voll Quinoa mit Paprika. Damit wird der Kohlenhydratspeicher wieder gefüllt.

Sonntag:

Den freien Tag haben wir uns verdient! Nach dem super ausgedehnten Frühstück werden wir das Freiticket der Gornergrat Bahn komplett ausreizen! Da wird nichts ausgelassen! Ein paar Biere und Brote in die Tasche, los geht's! Leider wieder den ganzen Tag kein freier Blick auf die Berge. Wenigstens alles abgeklappert was für lau zu erreichen war. Da geht der Tag schneller vorbei als gedacht. Einmal noch ziehen wir die Kochshow vor den anderen Gästen ab. Das Risotto im Kocher quirlt über. Dazu reichlich Bier. So läßt es sich entspannt erholen.

Die Abreise erfolgt gleich am nächsten Morgen. Schade denn heute wird es die freie Sicht auf alle Berge geben.........war ja klar!


Jetzt wird alles angefahren, was mit dem in der Startnummer intergrierten Ticket möglich ist.
Jetzt wird alles angefahren, was mit dem in der Startnummer intergrierten Ticket möglich ist.
Eine Tageskarte kostet 130Euro! Wir dürfen heute umsonst fahren.
Eine Tageskarte kostet 130€! Wir dürfen heute umsonst fahren.

Mit dem Gornergrat Express in ca.45-50min bis zur Endstation, dem Gornergrat
Mit dem Gornergrat Express in ca.45-50min bis zur Endstation, dem Gornergrat
Überall das Matterhorn. Nur leider nicht in echt. Das ist komplett in den Wolken!
Überall das Matterhorn. Nur leider nicht in echt. Das ist komplett in den Wolken!

Auch auf dem Sunnegga hilft nur abwarten und Bier trinken. Die Viertausender sind weiter in den Wolken!
Auch auf dem Sunnegga hilft nur abwarten und Bier trinken. Die Viertausender sind weiter in den Wolken!
Ein wenig klart es auf. Aber so richtig wird das nix mehr heute!
Ein wenig klart es auf. Aber so richtig wird das nix mehr heute!

Zum Abschluss am Sonntag wird Risotto Spezial bis zum abwinken reingeschaufelt.
Zum Abschluss am Sonntag wird Risotto Spezial bis zum abwinken reingeschaufelt.
Gegen Abend dann doch halbwegs klare Sicht! Das hat schon was!
Gegen Abend dann doch halbwegs klare Sicht! Das hat schon was!

Zusammenfassung:

Veranstaltung: 16.Gornergrat Zermatt Marathon am 1.Juli 2017
Strecke: Ultra Marathon 45,595km Temperaturen: wechselhaft 12-18 im Tal 2°C Ziel
Zeiten: Frank Schmiade TSG Grünstadt 5:57:30 Platz 158 Männer insgesamt und Platz 30 in der Altersklasse M45

KM20 1:54.58 (Zermatt)
KM21 2:02.42 (Zermatt Bahnhof)
KM32,2 3:30:49 (Sunnegga)
KM39,1 4:21:37 (Riffelalp)
KM45,595 5:57:30 (Gornergrat)

Ultra Marathon Teilnehmer Männer:
429 im Ziel Gornergrat 45,595km
Vorzeitiges Finish mit Ziel Riffelberg 42,195km -> 52 Abbruch nach
km 39 Riffelalp -> 1
km 32 Sunnegga -> 8
km 21 Zermatt -> 7

Frauen: 106 im Ziel Gornergrat 45,595km
Vorzeitiges Finish mit Ziel Riffelberg 42,195km -> 13 Abbruch nach
km 39 Riffelalp -> 1
km 32 Sunegga -> 3


Ultra Marathon Strecke Gornergrat Zermatt Marathon 2017

Ultra Marathon Strecke Gornergrat Zermatt Marathon 2017

Strecke:

Mit Start im tiefsten Tal der Schweiz in St. Niklaus und Ziel auf dem Riffelberg oder Gornergrat ist der Zermatt Marathon die alpine Laufherausforderung schlechthin und eine der anspruchsvollsten Marathonstrecken Europas.

Auf den ersten 21 Kilometern von St. Niklaus bis Zermatt folgt der Lauf in der Talebene weitgehend dem linken Vispaufer. In der Zermatter Bahnhofstrasse ist die Halbmarathondistanz erreicht. Von hier an folgt die Strecke der Naturstrasse bis auf die Sunnegga. Über Gant erreicht man nach einer flachen Passage die Riffelalp auf 2.222 m ü.M. Hier geht's erst richtig los. Denn auf den letzten Kilometern müssen noch fast 400 Höhenmeter überwunden werden, bis das Marathonziel auf 2.585m ü.M. auf dem Riffelberg erreicht ist.

Wenn die Läuferinnen und Läufer des Zermatt Marathons bei der Kapelle auf dem Riffelberg das Ziel bereits in Griffnähe haben, haben die Ultra Zermatt Marathon-Läuferinnen und –läufer noch exakt 3,4 km und happige 514 Höhenmeter vor sich. Die Aussicht auf dem Gornergrat, auf 3.089 m.ü.M. ist einzigartig und wird für alle Strapazen entschädigen.

Start
St. Niklaus, eine der Geburtsstätten des Alpinismus, kann auf eine lange Tradition hervorragender Berggänger zurückblicken. Viele Viertausender wurden als erste von einem „Zaniglaser“ bezwungen. Es ist der ideale Ausgangspunkt für moderne Gipfelstürmer der etwas anderen Art – Marathonläuferinnen und Marathonläufer.

Halbzeit
Zermatt, der Weltkurort schlechthin mit dem atemberaubenden Blick auf den schönsten Berg der Erde - das Matterhorn. Der Weg durch die Bahnhofstrasse des mondänen Zermatt holt die Athletinnen und Athleten ein letztes Mal in die geballte Masse der Zivislisation zurück, bevor sie die Kraft der Natur im Aufstieg zur Sunnegga wieder in den Bann zieht...

Atempause
Sunnegga, der lange Aufstieg durch Arvenwälder und Almwiesen wird mit einem atemberaubenden Blick auf das Alpenpanorama belohnt. Auf den nächsten, flachen Kilometern wird Luft getankt.

Schlussspurt
Riffelalp, 2222 Meter hoch gelegen. Der Blick auf das strahlende Matterhorn gibt Kraft für den härtesten Teil. Denn der Kaiseranstieg von der Riffelalp bis Riffelberg oder ganz hoch bis zum Gornergrat ist das nächste Ziel - und dieser Schlussspurt dauert 400 oder 900 Höhenmeter...

Zielband
Riffelberg oder Gornergrat – die Schmerzen sind vergessen. Das Atmen fällt leichter. 29 Viertausender winken jedem zu, der das Zielband durchbricht - denn jeder ist ein Sieger, der hier ankommt.