Sonntag, 10. Mai 2009

10.Gutenberg Marathon Mainz


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Zum zweiten mal für mich der Gutenberg Marathon in Mainz. Den Trainingsplan hatte ich diesmal nicht so genau verfolgt, und zusätzliche Wettkämpfe eingebaut. Trotzdem lief es gut. Die geforderten Zeiten und KM Leistungen wurden eingehalten und auch teilweise übertroffen. Minimalziel für Mainz war die Maratonbestzeit von 3:09:36 (Darmstadt 2008) zu unterbieten. Realistisch erschien mir sogar eine Sub 3:05. Der 3 Wochen vorher gelaufen Halbmarathon in Griesheim auf ebener Straße in 1:25:30 versprach sogar bei optimalen Bedingungen in die Nähe der Sub 3:00 zu laufen. Aber immer wenn es zu gut läuft, dann kommen die Probleme.

Diesmal 2 Wochen vor dem Marathon. Nach dem langen Lauf mit 36KM incl. 10KM im MT war es passiert. Die rechte Wade schmerzte unterhalb vom Knie. Erst dachte ich mir nichts dabei und machte ganz normal im Trainingsplan weiter. Der letzte 3x5000er Intervall im MT wurde mir dann zum Verhängnis. Die Schmerzen zogen von der Wade in die Kniekehle. Das mit Schmerzen Laufen ging gerade noch so, aber nichts für eine schnelle Pace. So gab es dann 1 Woche vor Mainz nur eine Möglichkeit. Training runter, Tempo weglassen und hoffen auf schnelle Regeneration. Zwei Sitzungen beim Physio brachten merkliche Besserung. Trotzdem war beim normalen Joggen immer noch nach ca. 10-12 KM ab und zu ein ziehen und stechen in der Wade spürbar. Ärgerlich, gerade jetzt. Ein Kinesio-Tape über der Wade und an den Knieaußenseiten sollte mir zusätzliche Sicherheit geben.

Letzter Trainingslauf über 10KM Freitags Abends verlief im langsamen Tempo ohne größere Probleme. Also Hoffnung war wieder vorhanden. Am Samstag dann die Startunterlagen abgeholt und noch irgendwie versucht auszuspannen. Es war schwül und ich bekam gegen Abend schlimme Kopfschmerzen. Trotz leichter Übelkeit drückte ich mir wie gewohnt die komplette extra große Portion Nudeln rein. Schlafen war auch eher eine Qual. Die Kopfschmerzen hielten mich wach. Zusätzlich wurde ich jetzt noch nervös, da ich nicht schlafen konnte. Irgendwann bin ich dann doch scheinbar eingeschlafen. Morgens vom Wecker um 5:30 Uhr geweckt, brummte der Schädel immer noch leicht. Die Nase war auch noch zu. Also Radikalkur. Nasenspray und japanisches Heilminzöl auf Stirn, Schläfe und Nacken. Kopfschmerztabletten kommen beim Wettkampf nicht in Frage. Dieses Risiko ist mir zu groß.

Noch mal schnell gefrühstückt mit Brötchen, Joghurt und Müsli. 3 Tassen Kaffee getrunken und siehe da, der Kopf klart langsam auf! Na bitte! Kurz nach halb sieben ging es dann in Richtung Mainz. Ich war so früh, dass ich die Ausfahrt Weisenau nehmen kann. Noch nichts gesperrt, prima! Überall schon fein säuberlich die Absperrungen am Rand der Straße, Aufbauarbeiten beginnen. Ich komme langsam in Stimmung. Vom Parkhaus geht es dann mit Läuferbeutel durch die Mainzer Innenstadt. Parkende Autos auf der Laufstrecke werden noch schnell abgeschleppt. Die frische Luft tut gut, die Kopfschmerzen sind inzwischen komplett verschwunden. Was für ein Glück! Es ist noch Zeit, also schlendere ich noch mal über die Marathonmesse. Um 8:30 ist dann Forumstreffen hinter dem Hilton Hotel. Alle sind soweit fit, lediglich Thomas unterliegt im Moment starken Leistungsschwankungen, er will einfach mal sehen und gut durchkommen. Und was ist mit mir? Wenn ich das nur wüßte? Wie lange kann ich laufen, bis sich die Wade meldet. Und wie lange kann ich dann noch mit Schmerzen weiterlaufen. Und vor allem, in welchem Tempo? Fragen über Fragen. Ich werd' einfach mal losrennen mit ner Pace um die 4:20 und die Lage abwarten.


Auch in diesem Jahr wieder auf dem Programm - der Mainz Marathon
Vor dem Start - Sascha, Christian, Frank, Peter, Christian, Gregor und Thomas

links: Auch in diesem Jahr wieder auf dem Programm - der Mainz Marathon
rechts: Vor dem Start - Sascha, Christian, Frank, Peter, Christian, Gregor und Thomas


9:15 Uhr. Jetzt aber schnell weg mit dem Läuferbeutel und rein in den Starterblock. Diesmal ist es Block 1. Trotzdem sind ne Menge Leute vor mir. Wie üblich heizt Mainz Null Fünf Stadion Sprecher Klaus Hafner die Läufer und die Zuschauer gleichermaßen ein. Besser kann es nicht sein. Der optimale Mann für diese Veranstaltung. Warmlaufen ist unmöglich, viel zu eng alles. Die meisten Läufer/innen tippeln auf der Stelle. Mein Puls, wie gewohnt mit 70-75 vorm Start sehr niedrig.

Der Himmel immer leicht bewölkt, noch angenehm niedrige Temperaturen. Der Startschuss fällt. Es geht los. Zumindest ganz vorne. Bis ich über die Zeitmessmatte laufe vergeht doch einige Zeit. Jetzt kommt das übliche Gerangel um eine gute Position. Überholmanöver versuche ich zu vermeiden, und laufe lieber langsam weiter und hoffe, dass sich das Feld auseinander zieht. Aber irgendwie ist es sehr voll und ich werde nervös, und fange jetzt doch mit dem überholen an. Immer wieder wird man ausgebremst. Hier gehen schon so viele wertvolle Sekunden drauf. Aber ich kann nichts daran ändern.

Es geht entlang am Rheinufer. Die Theodor-Heuss Brücke ist schon vorbei. Mal wieder das KM1 Schild übersehen. Ich muß warten auf die 2. Auf der langen Gerade der Rheinallee geht es Richtung Schottwerke. KM2 jetzt der Richtwert. 8:50, also 4:25 pro KM. Ja, das geht aber ich dachte es wäre schneller. Also ein bisschen die Pace erhöhen und auf KM3 warten. Rein ins Schott Werksgelände. Tolle Stimmung. Was?? 4:45 für KM3! Also so wird das heute ganz bestimmt nichts. Sollte mir die reduzierte Trainingswoche so viel geschadet haben. Also gut, dann muß ich meine Ziele ganz klar gewaltig nach unten korrigieren.

Weiter geht es durch das nicht so attraktive Industriegebiet vom Mombach. KM4 ist ne 4:26. Puls ist schon bei 159 (87%). Das kann es doch nicht sein? Noch schneller werden? Die Sonne kommt nun raus, und es sieht ganz so aus, als würde es warm werden. Also das läuft ja heute gar nicht. Getränkestände habe ich auch noch ausgelassen. Kurz vor der Wende im Industriegebiet Mombach nehme ich KM 5 mit 4:00min. Aha, jetzt gehtís doch. Aber trotzdem 5 KM in 22:03, das ist ein 4:25'er Schnitt.

Nach der Bahnunterführung geht es rein nach Mombach. Wie immer tolle Stimmung. Klasse das beflügelt, und jetzt werden auch die Zeiten deutlich besser. KM6 und KM7 in 4:07/4:06. Jetzt bloß nicht versuchen alles wieder aufzuholen, sonst bin ich bald am Ende. Weiter Richtung Mainzer Neustadt. KM8 noch mal ne 4:08 und KM9 ne 4:19. OK alles jetzt scheinbar im normalen Bereich. Puls liegt inzwischen bei 163% (89%). Die Stimmung ist einfach genial, und wir sind noch nicht mal in der Innenstadt. Die Frage wird sein, wie lange kann ich das Tempo durchhalten, und vor allem das angeschlagene Bein wird sich irgendwann melden. So ca.12km im Training waren ja kein Problem, aber mehr und im schnellen Tempo ? Nicht drüber nachdenken. Das Kinesio-Tape wird es schon richten.

Ich bemerke, dass vor mir ein paar Leute mit bunten Luftballons laufen. Sind das etwa Pacemaker? Tatsächlich, es sind Pacemaker für die HM Zeit 1:30. Na, das wär doch super. Aber sind wir denn überhaupt in der Zeit ? Einer der Pacemaker meint, wir wären ca.150-200 Meter hintendran, da eine Absperrung nach den Schott Werken falsch postiert war. Eigentlich sollte diese zusätzliche Schleife erst in der zweiten Runde gelaufen werden. Aha, das würde ja auch die unglaublich hohen Zwischenzeiten in der Nähe von Schott erklären. Alles schön und gut, aber was bringt das letzt endlich? Die Schleife bin ich nun ja gelaufen, und kann es nicht mehr ändern. Unter den Pacemakern wird nun vermutet, dass diese Schleife in der 2. Runde eben wegfällt, und somit die zuviel gelaufenen Meter wieder ausgeglichen sind. Hmmm, kann man hoffen, dass es so ist. Aber verlassen kann ich mich darauf nicht. Alles in allem würde das bedeuten, dass ich doch gar nicht so schlecht unterwegs bin.

In der Mainzer Neustadt ist die Stimmung ebenfalls sehr gut. Überall gibt es neben den offiziellen Verpflegungsständen auch private Stände mit Wasser. Jetzt kommt der KM10 Richtwert. Die Uhr zeigt 42:54. Das ergibt ungefähr ein Schnitt von 4:17/km. Mal sehen wie es weiterläuft. Ich habe doch schon ganz schön mit mir zu kämpfen. Wir laufen nun bereits die Kaiserstraße in Richtung Christuskirche runter. Die Christuskirche wird umrundet, es geht dann die Kaiserstraße noch ein kleines Stück auf der anderen Seite zurück, dann folgt die Abzweigung zur Altstadt. Hier ist jetzt richtig was los, man wird förmlich von der Begeisterung getragen. Vorbei am Landesmuseum, dem Dom, dann die kleine Augustinerstraße mit dem Kopfsteinplaster. Es ist einfach nur genial bei dieser Stimmung hier zu laufen. Die KM Zeiten liegen nun alle unter 4:15/km, und ich frage mich wie lange das wohl noch gut gehen kann.

Jetzt ist es leider vorbei mit der Altstadt, wir passieren das Hotel Ibis, es geht nun die ewig lange Gerade runter nach Weisenau. Eine Wendepunktstrecke voll in der Sonne. Immer mehr greife ich nach Wasser. Kurz vor der Wende kommt mir auf der anderen Seite Gregor entgegen. Die Wende kostet ein wenig Zeit. KM18 wird daher nur eine 4:22. Aber gleich drauf geht es weiter mit 4:09 und 3:59 für KM 19 und 20. Jetzt wird es mal Zeit für den ersten Gel-Pack. Plötzlich sehe ich auf der Straße einen Läufer liegen, der zusammengebrochen ist. Sanitäter kümmern sich gleich um Ihn. Meine Güte, da bekommt man Angst. Alles Gute, hoffentlich ist es nichts ernsthaftes.

Es geht nun Richtung Halbmarathon Durchlauf. KM21 wird ne 4:27, der Durchlauf unter tosendem Beifall stoppe ich bei 1:29:52. Liegt da vielleicht eine kleine Sensation in der Luft ? Ich glaube kaum, dass ich dieses Tempo halten kann. Außerdem muß jetzt noch zwei mal die Brücke über den Rhein überquert werden. Trotzdem rufe ich einem Mitläufer zu, die Sub 3:00 schaffen wir ja wohl jetzt auch noch. Die Brücke zieht sich. Immer noch nicht den höchsten Punkt erreicht. Es ist so anstrengend. Aber jetzt geht es runter. Von weitem kann ich eine Alemannia Aachen Fahne sehen, dort steht Gabi. Sie kann leider verletzungsbedingt heute nicht starten. Aber Sie ist extra mit Ihrer Familie an die Strecke gekommen, um uns anzufeuern. Eine tolle Aktion. Das freut mich. Jetzt wird natürlich auf keinen Fall langsamer gelaufen.

Mit neuem Schwung geht es nun die Brücke runter und rein nach Kastel. Jetzt wird es wieder zäh. Und leider sind die Zuschauer hier auf diesem äußert unangenehmen Stück nicht mehr so zahlreich. Rein ins Wohngebiet von Kastel. Die Stimmung wird besser. Hier werden die Läufer wieder beim Namen genannt, das baut noch mal auf. Aber der Trend ist leider da, Die Kräfte schwinden so langsam. Ich habe große Mühe den Schnitt von 4:15 zu halten. Der Wendepunkt in Kastel ist erreicht. Es geht die Hochheimer Straße zurück zur Brücke über den Rhein. KM26 und KM27 schaffe ich doch tatsächlich noch einmal mit 4:10/4:13. Jetzt über die Brücke. Gabi feuert mich noch mal an, und Jürgen knipst fleißig Bilder. Vielen Dank! Das hat mir echt geholfen, diesen unangenehmen Teil in Kastel besser zu ertragen. Auch den KM über die Brücke schaffe ich in 4:16.

Wieder auf der Rheinland/Pfälzer Seite angekommen laufe ich extra einen großen Schlenker um an Getränke zu kommen. Die Sonne ist inzwischen brutal, ich nutze jeden Schatten, der sich bietet. Es geht wieder die lange Rheinallee Richtung Schott. Wesentlich mehr Zuschauer stehen hier als letztes Jahr. So gibt es vereinzelnd immer wieder aufbauende Zurufe. KM29 und KM30 je mit 4:18 absolviert. Der Schnitt zur Sub 3:00 (es bleibt halt ein Traum) ist unter diesen Bedingungen nicht mehr zu halten. Ich überhole eine Läuferin, welche noch viel schlechter dran ist wie ich. Ich sage nur :"Sub 3 wird heute nichts". Sie antwortet :"nee, heute nicht". Also noch mal durch die Schott Werke. Hier wieder tolle Stimmung. Eine extra Tribüne für die Zuschauer ist am Ausgang der Schott Werke errichtet. Das ist wirklich große klasse was hier geboten wird. Daumen nach oben für die Schott Mitarbeiter. Danke!

Jetzt kommt es nun darauf an, ist der zuviel gelaufene Teil aus der ersten Runde korrigiert? Tatsächlich die Schleife ist weg. Na also, das Orga Team hat reagiert, das bringt wieder ein paar Sekunden. Jetzt KM31, mal schauen 3:40 ! Ich freue mich nur kurz über die "Zeitgutschrift", denn ich merke natürlich, dass mir die Kräfte schwinden. Zweiten Gelpack runtergewürgt. Vielleicht bringt's noch mal was. Und dann noch dieses langweilige Industriegebiet von Mombach. KM32 ist ne 4:24. Jetzt wird es abwärts gehen. Die Uhr zeigt 2:15:41 und noch 10km + 200 Meter zu laufen. Ich überschlage schon mal ein paar mögliche Endzeiten im Kopf. Ich rechne schon mit dem schlimmsten. Bei einem 5'er Schnitt wären das ca. 51 Minuten. Ergäbe ne Endzeit von ca. 3:06. Immer noch ne super Zeit und die PB fällt heute sowieso. Aber nach so einem tollen Lauf werde ich mich doch jetzt nicht mit 5 Minuten auf den Kilometer zufrieden geben.

KM33 wird eine 4:20. Also, der Einbruch läßt sich noch ein wenig rauszögern. Ich will jetzt wenigstens das ursprüngliche Ziel von Sub 3:05 schaffen. Das müßte doch locker drin sein ! Rein nach Mombach, Stimmung kommt auf. KM34 in 4:26. Mir kommt das alles so langsam vor. Noch 8km, oder sagen wir mal noch 5km bis zur Altstadt. Wenn ich mal dort bin, dann schaffe ich den Rest auch noch. Mombach ist durchquert und damit auch die Stimmung weg. Noch mal muß irgendwie die Strecke bis zur Altstadt überbrückt werden. Ich weis nicht wie ich das schaffen soll. KM35 wieder ne 4:26. Mir ist das jetzt echt ein Rätsel wie ich dennoch diese Zeiten laufen kann. Ab durch die Mainzer Neustadt. Danach nur noch die Christuskirche und dann bin ich in der Altstadt. Der Rest müßte doch von selbst laufen.

Ich versuche mich aufzumuntern, in dem ich daran denke, wie schlecht es genau an dieser Stelle vor einem Jahr ausgesehen hat. Damals war der Schnitt schon fast auf 5min/km. Na das ist doch heute viel besser. Irgendwie laufe ich nur noch wie ferngesteuert. KM36 und KM37 mit 4:31/4:28 genommen. Jetzt die Christuskirche. Mann das ist wirklich eine Qual. Auf los, weiter. KM38 immer noch gut mit 4:27. Was macht eigentlich der Puls? 165 (90%) absolut ok für die letzten KM. Irgendwie werde ich es schaffen. Noch 4KM. Das ist doch eigentlich gar nichts. Ein Glück, ich habe die Christuskirche umrundet. Bei KM39 zeigt die Uhr 2:46:54. Mal scharf nachdenken. Mit einem 4'er Schnitt würde ich die Sub 3:00 noch schaffen. Guter Witz. Ich kann bei allem was recht ist keine 4'er Zeiten mehr laufen. Ich kann nur noch so gut es geht ankommen. Unternehmen Sub 3:00 damit endgültig verschoben.

Jetzt zieht es auch plötzlich in der Wade. Ja, darauf habe ich ja nur gewartet. Aber 3 KM kann ich damit bestimmt noch laufen. Aber nach ein paar hundert Metern verschwindet die Verkrampfung, und es geht normal weiter. Überhaupt, was rege ich mich hier eigentlich über die vertane Chance der Sub 3:00 auf. Ich bin kurz davor eine sensationelle neue Bestzeit aufzustellen. So wie es aussieht werde ich das ganze auch noch verletzungsfrei überstehen. Bedenkt man noch die letzten 2 Wochen mit den Waden/Wadenbeinproblemen ist das doch sagenhaft! Was will ich eigentlich noch? So, Schluß damit. Jetzt wird gefreut und die letzten 3 KM gequält. Die Altstadt kommt. Überall tosender Beifall und jubelnde Zuschauer. Es ist herrlich und unterdrückt die Qual. KM40 und KM41 in 4:26/4:36. Noch mal durch die enge Augustinerstraße. Das Kopfsteinpflaster tut weh, aber der Gedanke an den Zieleinlauf läßt das alles vergessen. Rum ums Hotel Ibis. Jetzt ist es gleich vollbracht. Was geht noch?

Ich ziehe an. Das KM42 Schild kommt. Ich sehe den Zielbogen. Wahnsinn. Ich laufe fast alleine, niemand um mich rum. Sprecher Klaus Hafner verkündet über das Mikro "und da kommt Frank, applaus für Frank" und unglaublich, die ganzen Zuschauer im Zieleinlauf machen mit. Ich bin total gerührt. Es ist der Wahnsinn. Ich klatsche Beifall für die Zuschauer und halte den Daumen nach oben für diesen tollen Empfang. Es ist unbeschreiblich. Ich habe es geschafft. Mein 8. Marathon ist überstanden. Was sagt denn die Uhr? 3:01:17 !!! Also da kann ich mich nun wirklich nicht mehr beklagen. Was für eine Zeit. Über 8 Minuten die alte Bestmarke verbessert. Gregor kommt auch schon auf mich zu. Er hat eine Zeit um die 2:55. Na super, da können wir ja mal mit alkfrei Bier anstoßen. Ein toller Tag. Neue Bestzeit, Zielzeit von 3:05 locker erreicht und ganz wichtig verletzungsfrei! Das Marathontriple geht weiter. Auf nach Luxemburg!